Theater Münster | Münster

Ein junges Architektenteam (Deilmann, von Hausen, Rave, Ruhnau) baute 1954-56 das Stadttheater Münster, den ersten Theaterneubau der Bundes­republik. Er war ein Statement für die von den Nazis verfemte Moderne. Das Gebäude stand in scharfem Kontrast zur typisch münsterschen Bauweise jener Zeit und sprengte die Klischees der Nachkriegsarchitektur. So wurde es europaweit als ein „befreiender Donnerschlag“ der Theaterarchitektur gefeiert. Der Vorgängerbau an derselben Stelle, das Lortzing-Theater im klassizistischen Romberger Hof, war im Krieg zerstört worden, doch die Ruine haben die Architekten in den Neubau integriert. Über dem Eingang wurde eine Raum-Zeit-Plastik aus gebogenem Eisenrohr von Norbert Kricke, einem der  wichtigsten Künstler der deutschen Nachkriegsmoderne, installiert. Charakteristisch und noch heute bezaubernd – seinerzeit ein Kompromiss, so Werner Ruhnau 2009, war doch ursprünglich eine Wolkenkonstruktion geplant – der Lampenhimmel: Der Saal wird von 1200 Lampions unter der Decke erleuchtet.


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www.theater-muenster.com

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