Schloss Nordkirchen | Oranienburg

Schloss Nordkirchen ist das größte Wasserschloss Westfalens und eines der schönsten Europas. Barocke Symmetrie und Eleganz prägen das „Westfälische Versailles“. Als „Gesamtkunstwerk von internationalem Rang“ erklärte die UNESCO es samt Park für schutzwürdig. Anfang des 15. Jhs wird eine erste Wasserburg in Nordkirchen unter Johann III. von Morrien erwähnt. (Die von Morriens sind mit denen vom Falkenhof aus Rheine verwandt). Sie wurde 1528 von Baumeister Henrik de Suyr zu einer der größten und stärksten Burgen des Münsterlandes ausgebaut. Nachdem die Herren von Morrien keine männlichen Nachkommen mehr hatten, kaufte Fürstbischof Friedrich Christian von Plettenberg 1694 die Anlage und ließ ab 1703 ein neues Schloss vom bedeutenden Barockbaumeister Gottfried Laurenz Pictorius errichten. Sein Bruder Peter Pictorius war ab 1706 am Werk, ab 1724 baute der westfälische „Stararchitekt“ Johann Conrad Schlaun weiter. Er errichtete große Teile der Oranienburg, des kleinen Filial- oder Lustschlosses, in dem heute regelmäßig Konzerte stattfinden. Den Weg vom Hauptschloss dorthin schmücken Skulp¬turen des Bildhauers Johann Heinrich Gröninger. Die weitläufigen Parkanlagen gehen in die westfälische Parklandschaft über, auf der Venusinsel inmitten der Gräften vor dem Schloss ist der prächtige neobarocke Garten nach den Plänen des berühmten französoischen Gartenkünstlers Duchêne wieder hergestellt. Der Bau folgt nieder¬ländischen Vorbildern, seine Backsteinfassaden, gegliedert durch Sandsteinelemente, sind typisch für die Barockarchitektur Westfalens, besonders für Schlaun. Das Schloss beherbergt seit 1951 die Fachhochschule für Finanzen Nordrhein-Westfalen.


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