Barockkirche St. Franziskus | Vreden-Zwillbrock

Am Grenzübergang zu den Niederlanden liegt die Barockkirche St. Franziskus. Sie hat eine barocke Originalausstattung, die im Münsterland einzigartig ist. Nach dem calvinistischen Bildersturm in den Niederlanden, dem die Bilder und Skulpturen in den Kirchen zum Opfer fielen, war hier im 17. Jh. ein Kloster errichtet worden zur Betreuung der Katholiken in Groenlo und der Herrschaft Borculo. Die Kirche, 1719 aus Ziegelsteinmauerwerk mit Gliederungselementen aus Baumberger Sandstein vollendet, bildete ursprünglich den Nordflügel der Klosteranlage, die 1811, nach Aufhebung des Klosters abgerissen wurde. Im Gegensatz zum schlichten Äußeren ist das Innere der Kirche prächtig gestaltet, als Abglanz des Himmlischen Jerusalem, das die Gläubigen nach ihrem Tod erwartet, Metapher aber auch der „ecclesia triumphans“: der katholischen Kirche, die nicht allein über den Tod, sondern auch über die Reformation triumphiert. Der einfache Wandpfeilersaal ist durch die Strebepfeiler effektvoll strukturiert und auf den Hochaltar ausgerichtet, der bis ins Gewölbe reicht. Zwei weiße Engel weisen auf das Bild in seiner oberen Mitte, eine seitenverkehrte Kopie von Rubens‘ „Mariä Verkündigung“. An der Seite Skulpturen des Ordensgründers und Kirchenpatrons Franziskus von Assisi und des Ordensgenerals St. Bonaventura. Darüber hinaus: prachtvolle Seitenaltäre, kunstvoll geschnitzte Beichtstühle und ein schmuckes Chorgestühl, die reich verzierte Kanzel und eine Rarität: die Barockorgel über der Westempore von 1720. Am letzten Tag der „summerwinds Münsterland 2014“ kann man sie zum ersten Mal nach der Restaurierung in diesem Sommer wieder-sehen.


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