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| ©Foto: Karl-Heinz Krützkamp | ||||||||||||
| Donnerstag 01. September 2016 | ab 17:30
h Der Hofmaler Bartscher Das klassizistische Herrenhaus von Korff ist das Erstlingswerk von Adolf von Vagedes (1777–1842), der aus Münster stammt und später als großherzoglicher Baudirektor und Stadtplaner etwa von Düsseldorf (Ratinger Tor, Königsallee) und Krefeld hervortrat. Harkotten galt „als kühne Tat, nicht eines Revolutionärs, sondern eines Entdeckers“ (Th. Rensing/W. Kordt). Wegen der Bausubstanz und weil die Architektenpläne erhalten sind, ist das Herrenhaus für die Forschung spannend. Die Innenausstattung von Haus Korff, die Kunsthistoriker und Denkmalexperten ins Schwärmen geraten lässt, besorgte damals der erfolgreiche Unternehmer, Tischler und Fürstlich Corveysche Hofmaler Philipp Ferdinand Ludwig Bartscher (1749–1823). Er entwarf die umfangreichen, 2014 erst wiederentdeckten, z.T. freigelegten Wand- und Deckenmalereien und führte sie aus. Einige seiner Möbelstücke sind auch erhalten. Bartscher hatte 1792 die erste westfälische „Meublenfabricke“ in Rietberg gegründet. Seine „feinen Möbel aus Westfalen“, wohlproportionierte, aufwändig furnierte Stücke in warmen Farbtönen, waren bei Adel und Klerus und dem gehobenen Bürgertum begehrt. Seine Maler- und Kunstschreinerwerkstatt florierte. Er gehörte um 1800 zu den bedeutenden Dekorationsmalern Westfalens, malte Kirchen aus, fertigte Theaterkulissen und konzipierte Gesamtausstattungen für Räume im klassizistischen Stil. Auf Grund seiner Architektur, seines Architekten sowie der Innenausstattung
durch Philipp F. Bartscher und als Zeitzeugnis für die Epoche der
Aufklärung wurde Harkotten 2015 vom Landeskonservator zum Denkmal
von Nationalem Rang eingestuft. |
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| In Kooperation mit den Freunden und
Förderern des Denkmals Harkotten e.V. |
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